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1
eher privat – скорее по частному делу (privát)

ausrichten – передать (информацию)

prima – отлично
«Büro Müller, Bea Braun am Apparat»

«Guten Tag, mein Name ist Felix Neumann, kann ich bitte Herrn Müller sprechen?»

«Tut mir Leid, Herr Müller ist gerade nicht da, kann ich Ihnen helfen?»

«Nein, oder doch, vielleicht ich,... äh, es ist eher privat. Ich bin ein alter Freund von Herrn Müller aus Spanien und...»

«Ach, Sie sind es, Herr Neumann? Tut mir Leid, ich habe Ihre Stimme nicht gleich erkannt. Also, mein Chef ist gerade bei einem Kunden, aber ich denke, so um drei ist er wieder da. Soll ich ihm etwas ausrichten?»

«Ja, gerne. Sagen Sie ihm, dass ich für ein paar Tage nach Deutschland komme. Ich möchte ihn auch in Berlin besuchen, am Wochenende. Ich rufe aber dann um drei noch mal an, o.k.?»

«Prima. Also dann bis später. Auf Wiederhören!»

«Auf Wiederhören!»
Bea Braun notiert auf einen Zettel:

Felix Neumann aus Spanien hat angerufen. Kommt am Wochenende nach Berlin. Ruft um drei noch einmal an.
Tut mir Leid, Herr Müller ist gerade nicht da, kann ich Ihnen helfen?

Soll ich ihm etwas ausrichten?
2
das Fest – праздник

das Oktoberfest – праздник пива в Мюнхене

buchen – заказывать, бронировать

Das Hotel ist ausgebucht – нет свободных номеров

die Pension /читается: пансион/

schauen – смотреть

die Heimat – родина

die Reservierung bestätigen – подтвердить заказ, бронирование

aufschreiben – записывать
«Touristikzentrum München. Information. Guten Tag!»

«Guten Tag. Mein Name ist Neumann. Ich rufe Sie aus Spanien an. Ich suche ein Zimmer für einige Tage. Zum Oktoberfest. Können Sie mir helfen?»

«Zum Oktoberfest? Das ist schwierig. Die Hotels sind alle ausgebucht. Wann genau brauchen Sie das Zimmer?»


«Drei Nächte. Vom 24. – 27. September. Es kann auch gern ein Zimmer in einer Pension sein.»

«Tja, Herr Neumann, einen Moment, ich schau mal... ja, hier habe ich etwas. Pension NEUE HEIMAT, in Haidhausen, in der Sedanstraße 15. Ich gebe Ihnen die Telefonnummer: 448 73 77. Bitte bestätigen Sie die Reservierung selbst.»

«Warten Sie einen Moment bitte, ich schreibe mir gerade die Adresse und Telefonnummer auf. Also das war die Pension Neue Heimat Sedanstraße Nummer...?»

«Nummer 15. Telefon 4487377. Haben Sie's?»

«Ja, Danke. Auf Wiederhören!»
Felix Neumann ist zufrieden. Seine Reise nach Deutschland ist organisiert. Er freut sich auf das Oktoberfest und das Wochenende mit seinem alten Freund Helmut in Berlin.
Das ist schwierig. Die Hotels sind alle ausgebucht.

Tja, Herr Neumann, einen Moment, ich schau mal...

Warten Sie einen Moment bitte, ich schreibe mir gerade die Adresse und Telefonnummer auf.
3
das Gepäck – багаж

kaum Gepäck haben – почти не иметь никакого багажа

die Tasche abstellen – ставить сумку /в сторону/

die bequeme Kleidung anziehen – одевать удобную одежду

die Wiese – луг

stattfinden – состояться

das Volk – народ

gleich – равный, одинаковый

in die gleiche Richtung – в том же направлении

schieben – толкать

sich schieben – проталкиваться, тесниться

das Zelt – палатка

der Krug – кувшин; кружка

der Ton – глина

blasen – дуть

die Blaskapelle – духовой оркестр

unglaublich – невероятно

Bier brauen – варить пиво

Hofbräu – придворная пивоварня

fröhlich – радостный

riesig – огромный

das Holz – древесина

die Maß – литровая кружка пива

das Hendl – жареный цыпленок (баварск.)

Die Lufthansamaschine aus Barcelona landet pünktlich um 15 Uhr 45 auf dem Münchner Flughafen. Felix nimmt die S-Bahn und ist nach 40 Minuten am Ostbahnhof. Von dort kann er zu Fuß bis zur Pension NEUE HEIMAT gehen. Er hat kaum Gepäck – nur eine kleine Reisetasche. In der Pension zeigt ihm eine freundliche ältere Frau sein Zimmer. Er stellt seine Tasche ab, zieht sich bequeme Kleidung an und fährt dann mit der U-Bahn zur Theresienwiese. Dort findet jedes Jahr Ende September das größte Volksfest der Welt statt: das Oktoberfest!

Alle Menschen, die aus der U-Bahn kommen, gehen in die gleiche Richtung wie Felix. Italiener, Japaner, Amerikaner, Schweden, Franzosen, Menschen aus allen Ländern der Welt schieben sich in Richtung Festwiese. In riesigen Zelten sitzen Tausende von Touristen und natürlich Münchnern und trinken Bier. Das Bier gibt es in großen Einliterkrügen aus Glas oder Ton. In jedem Zelt spielt eine Blaskapelle bayerische Musik. Viele Leute singen mit. Es ist unglaublich laut, aber alle sind fröhlich, lachen, einige tanzen.

Felix geht in das 'Hofbräu-Zelt'. Endlich findet er einen Platz an einem riesigen Holztisch. Er bestellt eine 'Maß' und ein 'Hendl' und freut sich mit allen anderen.
Es ist unglaublich laut.
4
aufwachen – просыпаться

fürchterliche Kopfschmerzen – ужасная головная боль

spüren – чувствовать, ощущать

rütteln – трясти

das Papier – бумага

die Papiere – документы

packen – хватать

die Isar – название реки

allmählich – постепенно

instinktiv – невольно, инстинктивно (instinktív)

die Brieftasche – кошелек, бумажник

bestehlen – обокрасть (bestahl – bestohlen)

das Revier – полицейский участок

Oh, ist mir schlecht – Как же мне плохо
«Hallo! Hallo Sie!»

Felix wacht auf. Er hat fürchterliche Kopfschmerzen. Er spürt, wie jemand ihn am Arm rüttelt.

«Oh, mein Kopf. Mein Kopf!»

«Aufstehen! Aufstehen!» Ein Polizist packt Felix am Arm und hilft ihm. «Ihre Papiere, bitte!»

«Oh, ist mir schlecht. Wo bin ich? Was ist passiert? Oh, mein Kopf!» Felix steht vor zwei Polizisten. Er ist aber nicht mehr auf dem Oktoberfest, sondern an einem Fluss. Da sind Blumen, Gras, Bäume...

«Wo bin ich?» wiederholt Felix.

«In München», sagt lächelnd einer der Polizisten, «genauer an der Isar. Sie haben wohl gestern eine Maß zu viel getrunken, wie?»

Allmählich erinnert sich Felix. Ja, er war auf dem Oktoberfest, aber dann... Er will auf die Uhr schauen. Aber da ist keine Uhr. Instinktiv sucht er seine Brieftasche. Weg! Keine Uhr, keine Brieftasche.


«Meine Uhr! Meine Brieftasche! Mein Geld! Man hat mich bestohlen!»

«Ganz ruhig, junger Mann. Jetzt kommen Sie mal mit auf das Revier, und dann klären wir die Sache...»
Ich habe fürchterliche Kopfschmerzen.

Ihre Papiere, bitte!

Oh, ist mir schlecht!

Was ist passiert?

Man hat mich bestohlen!

Ganz ruhig, junger Mann.
5
der Beamte – служащий

er weiß es nicht mehr – он не помнит

sich erinnern – помнить, вспоминать
Auf dem Revier erklärt Felix den Beamten, wer er ist und was er in München macht. Nur an gestern Abend kann er sich nicht mehr erinnern. Oktoberfest, Hofbräu-Zelt, eine Maß Bier, oder waren es zwei? Er weiß es nicht mehr, er kann sich nicht mehr erinnern. Und dann diese Kopfschmerzen...
Ich weiß es nicht mehr.
6
Ich bin es – Это я

verbinden – соединить

blöd – глупый, дурацкий

die Maschine – самолет

der Quatsch – чепуха, ерунда

die Leitung – проводка, телефонная линия

auflegen – повесить трубку

einschlafen – заснуть
Zurück in der Pension ruft Felix in Berlin an.

«Büro Müller, Bea Braun am Apparat.»

«Tag, Frau Müller. Ich bin's, Felix Neumann. Ist Helmut da?»

«Moment, ich verbinde Sie, Herr Neumann!»

«Hallo, Felix, wie geht's? Wie schmeckt das Bier auf dem Oktoberfest? Wann kommst du?»

«Mensch, Helmut! Mir ist was ganz Blödes passiert...»

Und er erzählt seinem Freund die ganze Geschichte: sein Besuch auf dem Oktoberfest, das Aufwachen an der Isar, kein Geld, keine Papiere, die Polizei, das Revier.
Als Felix mit seiner Geschichte fertig ist, sagt Helmut:

«Hör mal, ich komme mit der nächsten Maschine nach München. Gib mir doch die Adresse von deiner Pension. Und du bleibst, wo du bist. In drei Stunden bin ich da.»


«Aber Helmut, das ist doch Quatsch, das...»

Aber aus der Leitung kommt nur ein 'Tuut, Tuut'. Müller hat aufgelegt.

Felix legt sich auf sein Bett, nimmt zwei Aspirin gegen die fürchterlichen Kopfschmerzen und schläft sofort ein.
Ich bin's, Felix Neumann. Ist Helmut da?

Moment, ich verbinde Sie, Herr Neumann!

Wie geht's?

Wie schmeckt das Bier?

Mensch, Helmut! Mir ist was ganz Blödes passiert...
7
tief – глубоко

fest – крепко

wenigstens – хоть, хотя бы, как минимум

betrachten – созерцать, осматривать

sich umarmen – обняться

Und jetzt an die Arbeit – А теперь за работу

nämlich – именно; дело в том, что...

das Opfer – жертва

ausrauben – ограбить

herausfinden – выяснить

als Tourist verkleidet – переодетый туристом

der Rest – остаток, остальное

Deine Aufgabe ist folgende – Твоя задача следующая

hinter mir her – вслед за мной

beobachten – наблюдать

um mich herum – вокруг меня
Langsam öffnet Felix die Augen. Er hat tief und fest geschlafen. Jemand ist in seinem Zimmer.

«Helmut?»

«Ja, mein Lieber, ich bin hier.»

«Wie kommst du denn so schnell hierher? Wie spät ist es? Hab' ich fest geschlafen! Wenigstens habe ich jetzt keine Kopfschmerzen mehr.»

Müller betrachtet seinen Freund.

«Du hast nicht nur fest, sondern auch lange geschlafen. Wir haben heute Mittag telefoniert, und jetzt ist es sechs Uhr. Wie geht es dir?»

«Schon besser, jetzt wo du da bist.»
Felix steht auf, und die beiden Freunde umarmen sich.

«So, und jetzt an die Arbeit. Ich habe nämlich einen Plan. Wenn deine Geschichte stimmt, dann suchen irgendwelche Gangster ihre Opfer auf dem Oktoberfest, rauben sie aus und bringen sie dann an die Isar. Ich weiß bloß nicht, wie sie das machen. Aber das finden wir schon noch heraus. Heute Abend gehe ich auf's Oktoberfest, als Tourist verkleidet. Du gibst mir deine Sachen. Dieses bunte Hemd ist gerade richtig, und deine grüne Sommerhose auch. Dazu ein paar Sandalen. Den Rest mache ich dann schon. Deine Aufgabe ist folgende: Du gehst immer hinter mir her und beobachtest alles, was um mich herum passiert. Klar?»


«Klar!»
Wie spät ist es?

So, und jetzt an die Arbeit.

Das finden wir schon noch heraus.

Deine Aufgabe ist folgende:...
8
sich auf den Weg machen – отправляться в путь

am Tag davor – за день до этого

der Lärm – шум

gleichzeitig – одновременно

krachen – трещать, грохотать

die Schürze – фартук

bedienen – обслуживать

die Bedienung – обслуживание; обслуживающий песонал

das Wechselgeld behalten – оставить сдачу (себе)

der Schluck – глоток

das Gemüt – душа, душевное состояние

gemütlich – уютно, «душевно»

das bunte Treiben – оживление, «пестрая суета»

aufpassen – внимательно следить

Ärger machen – делать неприятности, хулиганить

vollkommen überfüllt – совершенно переполненный

der Gang – коридор, проход

ab und zu – время от времени

sauer – кислый

das Sauerkraut – кислая капуста

Würstchen mit Sauerkraut – сосиски с кислой капустой

plötzlich – вдруг

ein merkwürdiges Gefühl – странное чувство, ощущение

der Magen – желудок

drehen – кружиться, вращаться

hinten – сзади, позади

Ihm ist schwindlig – У него кружится голова
Die beiden Freunde machen sich auf den Weg. Müller geht zur U-Bahn Station, Felix etwa 50 Meter hinter ihm. Müller steigt in die U-Bahn, Neumann einen Waggon dahinter. Der Detektiv geht in das 'Hotbräu-Zelt' und setzt sich an einen Tisch. Felix setzt sich an einen Tisch etwas weiter weg.

Das Bierzelt ist genauso voll wie am Tag davor. Der gleiche Lärm, die gleiche Blasmusik, lachende und singende Menschen schieben sich durch das Zelt. Bedienungen tragen acht bis zehn Maßkrüge gleichzeitig und stellen sie krachend auf die Tische.

«Fräulein, eine Maß!» Eine Frau im Dirndl (das Dirndl = die Schürze) kommt zu Müller und stellt einen Krug auf den Tisch. Müller holt seine Brieftasche und gibt der Frau 10 Mark.


«O.k., Miss!» Er zeigt mit der Brieftasche, dass die Bedienung das Wechselgeld behalten kann.

«Prost, Miss. Gsuffa, hä, hä!»

Die Frau nimmt das Geld, betrachtet kurz die dicke Brieftasche und lächelt.

«Amerikaner?»

«Yes, Amerikaner. New York!» Auch Müller lächelt und trinkt einen großen Schluck Bier.

«Prost, Mister!» ruft die Bedienung und geht zum nächsten Tisch.

Müller sitzt gemütlich vor seinem Bier und betrachtet das bunte Treiben um ihn herum. Bedienungen tragen Bierkrüge, die Menschen essen und trinken, lachen und singen. Dazwischen stehen einige Männer in Uniform. Sie passen auf, dass niemand Ärger macht. Ärger ist schlecht für das Geschäft.

Eine Stunde später ist das Zelt vollkommen überfüllt. Menschen stehen in den Gängen, suchen einen Sitzplatz. Müller bekommt gerade sein zweites Bier und Würstchen mit Sauerkraut. Fünf Tische weiter sitzt Felix. Müller sieht, wie sein Freund ihn ab und zu beobachtet. Dann nimmt er einen großen Schluck Bier und beginnt, seine Würstchen zu essen.
Plötzlich hat er ein merkwürdiges Gefühl im Magen, und in seinem Kopf fängt es an, sich zu drehen wie ein Karussel. Er fragt die Bedienung: «Bitte, Miss, the toilet, please?»

«Die Toiletten sind ganz hinten. Da rechts hinten.»

Die Bedienung zeigt lächelnd auf eine Tür am Ende des Zeltes.

Dort steht ein Mann in Uniform. Als Müller endlich dort ankommt, ist ihm unglaublich schlecht und schwindlig.
Fräulein, eine Maß!

Sie passen auf, dass niemand Ärger macht.

Die Toiletten sind ganz hinten. Da rechts hinten.

Mir ist schwindlig
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der Bart – борода

bärtig – бородатый

sonst – иначе, в противном случае

der Busch – куст

riechen – нюхать; слышать запах

ablehnen – отклонять

das Gesicht – лицо

schmutzig – грязный

das Loch – дырка

die Klaue – коготь; лапа с когтями

klauen – стащить

die Kohle – уголь; деньжата (жарг.)
«He, Kollege, aufwachen!»

«Was? Oh, mein Kopf, mein Kopf!»

Müller wacht langsam auf.

«He, Kollege, schnell, aufwachen! Gleich kommt die Polente, die Polizei, Mensch!»

Jemand zieht Müller am Arm. Er öffnet die Augen. Ein bärtiger alter Mann versucht, ihm zu helfen.

«Du musst aufstehen, die Polizei darf dich nicht finden. Die nehmen dich sonst mit.»

Der alte Mann zieht den Detektiv hinter einen Busch. Müller setzt sich auf den Boden. Er hört ein Auto. Langsam fährt der Wagen an den beiden vorbei.

Der alte Mann gibt Müller eine Flasche.

«Da, trink einen Schluck, das hilft!» Als Müller den Alkohol riecht, wird ihm gleich wieder schlecht. Dankend lehnt er ab. Der Mann nimmt die Flasche und trinkt.

«Frühstück!» sagt er und lächelt.

Unser Detektiv betrachtet den Alten. Braunes Gesicht, langer, grauer Bart, schmutzige Haare. Er trägt einen alten, kaputten Mantel, einen Pullover mit Löchern, eine schmutzige Hose.

Müller sieht sich um. Bäume, Büsche, ein Fluss. Plötzlich ist sein Kopf klar. Die Isar! Er ist an der Isar, genau wie Felix! Aber... wie ist er hierher gekommen? Seine Brieftasche – verschwunden!
«Ich heiße Bruno!» Der Alte gibt dem Detektiv die Hand.

«Helmut.»

«Wo willst du denn hin?»

Müller überlegt. Dann sagt er schnell: «Ich will nach Berlin.»

«Kein Gepäck?»

«Nee, geklaut.»

«Keine Kohle?»

«Äh, nein, kein Geld.»

«Dann komm mit. Leichte Arbeit, leichtes Geld.»
Wo willst du denn hin?

Ich habe keine Kohle.

Dann komm mit.

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